Wohnen und Gemeindeamt Kolsass
Städtebauliche Idee – Ausgangspunkt des Entwurfs ist die Analyse des Verhältnisses zwischen Straßenraum und bestehendem Dorfzentrum. Ziel ist es, das bestehende Zentrum räumlich zu erweitern und einen neuen öffentlichen Gemeinschaftsraum zu schaffen, der die unterschiedlichen Funktionen des Gemeindeamts miteinander verbindet. Die öffentlichen Einrichtungen werden bewusst zu diesem zentralen Gemeinschaftsraum orientiert. Durch die kompakte Anordnung der Gemeindefunktionen im Erdgeschoss entsteht eine klare und gut ablesbare Struktur. Die darüber bzw. angrenzend angeordneten Wohnbereiche werden eindeutig von den öffentlichen Nutzungen getrennt. Die bestehende Kubatur wird dabei nicht lediglich fortgeführt, sondern versetzt und neu interpretiert. Durch die Verschiebung entsteht eine räumliche Erweiterung des bestehenden Dorfzentrums und gleichzeitig eine klare Abgrenzung zum Straßenraum. Die neue Setzung nimmt Bezug auf die vorhandene Struktur und entwickelt diese zu einem eigenständigen, zeitgemäßen Ensemble weiter.
Gemeinde & Wohnen – Die Funktionen des Gemeindeamts werden im Erdgeschoss gebündelt und orientieren sich zum neu geschaffenen öffentlichen Gemeinschaftsraum. Dadurch entsteht eine klare Adresse für die Gemeinde und ein niederschwelliger Zugang zu den öffentlichen Einrichtungen. Die Wohnnutzungen werden räumlich und funktional von den Gemeindefunktionen getrennt. So entsteht eine klare Zonierung zwischen öffentlichem und privatem Bereich, ohne den Zusammenhang des Gesamtensembles aufzulösen.
Raum & Verbindung – Der neu interpretierte Baukörper schafft einen definierten öffentlichen Raum und stärkt damit die Bedeutung des Dorfzentrums. Die Beziehung zwischen Gebäude, Straßenraum und Gemeinschaftsbereich bildet das zentrale Element des Entwurfs und schafft einen neuen Ort für Begegnung und Aufenthalt.
DI Conrad Messner
DI Linja Meller











